Ein Jahr „Brandenburg – ich misch’ mich ein: Für mehr Frauen in der Politik“ – ein Jahr Empowerment

Fünf Workshoptage, 12 Dozentinnen und 54 zufriedene Teilnehmerinnen, so lässt sich das erste Jahr der Reihe „Brandenburg – ich misch’ mich ein: Für mehr Frauen in der Politik“ zusammenfassen. Empowerment war das Motto des ersten Projektteils, der den Auftakt zu fünf Jahren intensiven Einsatzes für mehr Frauen in der brandenburgischen Politik darstellt. Denn nur, wenn mehr Frauen sich einmischen, können ihre Stimmen auch gehört werden.

Motivieren, trainieren, vernetzen

Im Januar 2019 trat in Brandenburg als erstem Bundesland ein Parité-Gesetz in Kraft. Danach muss bei den nächsten Landtagswahlen jeweils die Hälfte der Listenplätze mit Frauen besetzt sein. Im derzeitigen Brandenburger Landtag sitzen 60 Männer – und 28 Frauen. Damit beträgt der Frauenanteil 32 Prozent. In der vergangenen Legislaturperiode waren es noch 36 Prozent Frauen. Auf Rathausebene sind gegenwärtig gerade mal 9,1 Prozent aller Chef*innen weiblich. In den Gemeindevertretungen liegt der Frauenanteil bei nur 23,3 Prozent. Wenn Frauen politisch in der Minderheit sind, bleiben häufig auch ihre Interessen auf der Strecke. Das Ziel der Trainingsreihe ist es, Frauen, die sich im Land Brandenburg bereits politisch engagieren, für ihre politische Arbeit zu stärken und Vernetzungsstrukturen aufzubauen.

Fünf Workshoptage – 12 Module

Mit Unterstützung der Gleichstellungsbeauftragten von Barnim und Potsdam-Mittelmark, Dr. Sylvia Setzkorn und Teresa Pauli, wurden im August und September sowie in Kooperation mit der Friedrich-Ebert-Stiftung im November insgesamt fünf Workshoptage mit 12 Lernmodulen realisiert. Während sich der erste Workshop auf die eigene Standortbestimmung sowie das Kennenlernen auf überparteilicher Ebene konzentrierte, ging es im zweiten Teil um Methoden und Tricks für ein selbstbewusstes Auftreten und Argumentieren. Der dritte Part vertiefte die Inhalte und bot zusätzliches Handwerkszeug für politische Strategien sowie rhetorisches Empowerment.

Wie muss sich Politik verändern?

Den Abschluss bildete die Podiumsdiskussion am 16. November 2019 in Potsdam, bei der Imke Eisenblätter, Fraktionsvorsitzende der Stadtverordnetenversammlung Potsdam (SPD), Martina Trauth, Kreisvorsitzende DIE LINKE Potsdam, Julia Schmidt, Landesvorsitzende Bündnis 90/Die Grünen, und Martin Hoeck, stellv. Kreisvorsitzender der FDP Barnim, die Frage diskutierten, wie sich Politik für Frauen verändern müsse. Moderiert wurde die Runde von der Gleichstellungs-beauftragten der Stadt Oranienburg, Christiane Bonk.

  

Der Auftakt ist gemacht. In diesem Jahr geht es weiter mit dem Schwerpunkt „frauengerechte Strukturen in der Politik“. Wir wollen ein Forum schaffen, in dem sich Frauen und Männer auf überparteilicher Ebene austauschen. Ziel ist, dass beide Geschlechter sich für die Veränderung der Strukturen in ihrem jeweiligen politischen Umfeld starkmachen.

Wenn Sie sich bereits in einer Partei oder in einem freien Wählerverband engagieren und Lust haben, gemeinsam mit uns dieses Thema voranzubringen
dann melden Sie sich bitte bei unserem Workshop zu politischen Strukturen an.